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Gesetzliche Änderungen per 1.1.2016

Veröffentlicht am 04.01.2016

Das neue Jahr 2016 ist noch ganz frisch und es bieten sich nun mehr als 360 Tage Zeit, Vorsätze anzugehen und Wünsche umzusetzen. Gerne zeigen wir Ihnen mit diesem Beitrag auf, welche gesetzlichen Änderungen per 1.1.2016 in Kraft getreten sind und worauf Sie achten sollten.

Sozialversicherungen

Der Beitragssatz an die Erwerbsersatzordnung EO, welcher ebenfalls via der Ausgleichskassen abgerechnet wird, wurde von bisher 0.5% auf neu 0.45% des Bruttolohnes gesenkt. Dies bedeutet sowohl für Arbeitgeber (AG) als auch Arbeitnehmer (AN) einen neuen Beitragsanteil von je 0.225%. Der Beitrag an die AHV (Arbeitgeber und Arbeitnehmer) wurde bei total 8.4% sowie derjenige für die ALV bei 1.4% belassen. Somit ergibt sich neu folgende Abrechnung:

Quelle: www.ahv-iv.chQuelle: www.ahv-iv.ch

 

  

 

 

Eine grosse Änderung fand in diesem Jahr bei der Arbeitslosenkasse ALV statt. Bisher wurde der maximal versicherte Verdienst bei CHF 126'000 plafoniert. Diese Grenze wurde per 1.1.2016 nun auf CHF 148'200 Bruttojahreslohnsumme erhöht. Dies bedeutet, dass auf Lohnsummen bis CHF 148'200 jeweils Beiträge in der Höhe von 2.2% (AG und AN) zu leisten sind und für Lohnsummenanteile ab CHF 148'201 zusätzlich 1% (AG und AN).

Quelle: www.ahv-iv.chQuelle: www.ahv-iv.ch

 

 

 

Die beiden oben erwähnten Anpassungen sollten durch die Personalverantwortlichen Ihres Arbeitgebers umgesetzt und bei den Lohnabrechnungen entsprechend angepasst werden. Prüfen Sie daher Ihre kommende Lohnabrechnung Ende Januar 2016 genau auf die Umsetzung der erwähnten Punkte.

 

Für Selbständigerwerbende  wurde der Beitragssatz an die AHV/IV/EO auf neu 9.65% festgesetzt. Für Jahreseinkommen unter CHF 9'400 wird der Mindestbeitrag von CHF 478 erhoben. Daraus ergibt sich folgende Abrechnungsübersicht:

Quelle: www.ahv-iv.chQuelle: www.ahv-iv.ch

 

 

 


Berufliche Vorsorge BVG

Auf Grund der starken Schwankungen der Aktienmärkte und Anleihen, hat der Bundesrat beschlossen, den Mindestzinssatz für die berufliche Vorsorge von bisher 1.75% auf neu 1.25% zu senken. Dieser Mindestzinssatz legt fest, wie hoch das Alterskapital in einem Jahr mindestens verzinst werden muss. Je tiefer der Satz, desto weniger wachsen die Guthaben der Versicherten. Bei der Festlegung des Mindestzinssatzes orientiert sich der Bundesrat jeweils an den Empfehlungen der Eidgenössischen Kommission für Berufliche Vorsorge.


Steuern

© Zanuco Treuhand© Zanuco TreuhandBei den Steuern gibt es zwei grosse Änderungen: Einerseits betrifft dies die Privatanteile sowie die Fahrtkosten und anderseits die Abzüge für Aus- und Weiterbildungen.

Mit der Annahme der FABI-Initiative vom 9. Februar 2014 wurde nicht nur über die erweiterte Finanzierung des Öffentlichen Verkehrs abgestimmt, sondern auch eine Begrenzung des Fahrkostenabzugs festgelegt. Dieser beträgt für das Steuerjahr 2016 erstmals CHF 3'000 pro Jahr auf Bundesebene. Beim Abzug für Autofahrkosten entspricht dies einer Begrenzung auf rund 20 km Arbeitsweg bzw. rund 10 km einfache Wegstrecke. Diese Begrenzung ist vorderhand bei der direkten Bundessteuer festgelegt. Auf kantonaler Ebene ist jeder Kanton frei, eine solche Grenze einzuführen und auch über deren Höhe zu bestimmen.

Bei den Aus- und Weiterbildungskosten wurde bisher nur ein Abzug gewährt, wenn diese Kosten mit dem angestammten Beruf in Zusammenhang standen. Neu werden auch Kosten zugelassen, wenn sie nicht direkt mit dem angestammten Beruf referieren, sofern der absolvierte Bildungslehrgang für die berufliche Tätigkeit nützlich ist oder dazu befähigt, einen bestimmten Beruf auszuüben und die Kosten den jährlichen Betrag von CHF 12'000 nicht übersteigen. Dies bedeutet z.B. dass ein Bäcker die Kosten für seine Weiterbildung als Lebensmitteltechnologe neu in Abzug bringen kann.


Fazit

Auf das neue Jahr 2016 wurden viele Anpassungen seitens des Gesetzgebers vorgenommen. Einige sind gut verständlich, andere bedürfen zur Umsetzung konkreteres Fachwissen.

Gerne stehen wir Ihnen zur Seite und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.