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Grundlagen Rechnungswesen

Veröffentlicht am 09.07.2015

Als Basis für komplexere Fachgebiete erläutern wir in diesem Beitrag die Grundlagen des Rechnungswesens.

 Bilanz 


 Die Vorschriften zur kaufmännischen Buchführung sind im Obligationenrecht (OR) Art. 957 ff. festgehalten. Je nach Grösse des Unternehmens sind andere Dokumente zu erstellen, Standards anzuwenden und Auskunft zu erteilen. Für die meisten kleinen und mittelgrossen Unternehmen (KMU) gilt es, vorbehältlich der gesetzlichen Vorgaben, eine Bilanz, eine Erfolgsrechnung und einen Anhang zu erstellen. Die gesetzliche Mindestgliederung der Bilanz wird in Art. 959a OR wie folgt festgehalten:

(In der vorliegenden Publikation wird auf die Buchführung insbesondere für KMU's von Gesellschaften mit beschränkter Haftung GmbH und Aktiengesellschaften AG eingegangen). 

© Zanuco Treuhand© Zanuco Treuhand

 *Der Betrag gegenüber direkt oder indirekt Beteiligten und Organen sowie gegenüber Unternehmen, an denen direkt oder indirekt eine Beteiligung besteht, ist gesondert in der Bilanz oder im Anhang zu nennen.

Grundsätzlich gilt für die Anordnung bei den Aktiven das Liquiditätsprinzip (welche Aktiven können als erstes verflüssigt werden) und bei den Passiven das Fälligkeitsprinzip (welche Passiven müssen als erstes bezahlt werden). Bei der Bewertung der einzelnen Positionen z.B. dem Warenlager, Wertschriften, Maschinen etc. gelten unterschiedliche Bewertungsvorschriften, welche es zwingend zu beachten gibt.

 

Erfolgsrechnung


 Laimgruber/Prochinig, Das Rechnungswesen der Unternehmung © Verlag SKVLaimgruber/Prochinig, Das Rechnungswesen der Unternehmung © Verlag SKV

 Die Erfolgsrechnung wird für einen bestimmten und jeweils regelmässig wiederkehrenden Zeitraum erstellt - dies kann pro Monat, Quartal oder Jahr sein. Sowohl im Aufwand wie auch im Ertrag werden die entsprechenden Beträge einzelnen Kategorien, so genannten Konten zugeordnet. So kann am Ende einer Abrechnungsperiode der genaue Aufwand für eine einzelne Kategorie analysiert und über mehrere Perioden verglichen werden. Die meisten Positionen sind gemäss dem aktuell massgebenden KMU-Kontenplan vorgegeben. Nach welchen Kriterien und zu welchem Detaillierungsgrad dann jedoch die einzelnen Konten erstellt werden, ist je nach Unternehmen unterschiedlich und individuell.  Grundsätzlich gilt, dass der Kontenplan und auch die anschliessend daraus resultierende Erfolgsrechnung so aufschlussreich wie möglich, jedoch nur so detailliert wie nötig erstellt werden soll.

 

Jahresabschluss


 Laimgruber/Prochinig, Das Rechnungswesen der Unternehmung © Verlag SKVLaimgruber/Prochinig, Das Rechnungswesen der Unternehmung © Verlag SKV

Das kaufmännische Geschäftsjahr wird mittels dem Jahresabschluss abgeschlossen. Anders als das Kalenderjahr kann ein Jahresabschluss an einem x-beliebigen (jedoch immer wiederkehrenden) Zeitpunkt erstellt werden. In der Praxis gelten in den meisten Fällen einer der beiden Abschusszeitpunkte 31. Dezember oder 30. Juni. Der Jahresabschluss stellt die finanzielle Situation und den Erfolg eines Unternehmens zum gewünschten Zeitpunkt dar. Grundsätzlich hat der Jahresabschluss zwei Funktionen. Einerseits informiert er über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und bildet anderseits die Bemessungsgrundlage für die Verteilung des Ergebnisses (Bildung von Reserven, Ausschüttung von Dividenden etc.) wie auch als Basis zur Bemessung der Steuern.

Damit ein Jahresabschluss erstellt werden kann, müssen diverse Punkte beachtet und bearbeitet werden. Je nach Betrieb muss zwingend eine Inventur durchgeführt werden, sodass diese Ergebnisse mit den Zahlen in der Buchhaltung abgeglichen werden können. Des Weiteren können je nach Situation Abschreibungen und Rückstellungen gebildet werden. Die Forderungen sind nach ihrer Herkunft (in- oder ausländisch) zu bewerten und Forderungen wie auch Verbindlichkeiten sind periodengerecht abzugrenzen.

 

Anhang


Der Anhang bildet ein weiterer wichtiger Bestandteil des Jahresabschlusses. Sein Zweck besteht darin, die tatsächlichen Verhältnisse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage darzustellen und Informationen welche nicht direkt aus der Bilanz und/oder Erfolgsrechnung ersichtlich sind festzuhalten. So wird sichergestellt, dass ein möglichst ehrlicher Einblick in die Geschäftssituation des Unternehmens gewährt werden kann.

 

Fazit


Die kaufmännische Buchführung wie auch die Erstellung des Jahresabschlusses scheint auf den ersten Blick einfach und klar. Damit jedoch ein Abschluss gesetzeskonform und dennoch möglichst steueroptimal erstellt werden kann, wird einiges an Fachwissen und Erfahrung benötigt.

Mit unserem Wissen stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite oder übernehmen auf Wunsch die komplette Buchführung. Gemeinsam führen wir Ihr Unternehmen zum Erfolg, sodass Sie sich jederzeit auf das eigentliche Kerngeschäft konzentrieren können.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.