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Just Married - die rechtlichen Veränderungen

Veröffentlicht am 05.07.2016

Mit viel Freude und viel Liebe wird der wichtige Schritt im gemeinsamen Leben gefeiert. Die Hochzeit verändert nicht nur auf emotionaler Ebene viel, sondern es gibt auch aus rechtlicher Sicht einige Anpassungen. Wir geben einen Überblick über die rechtlichen Veränderungen.

SteuernQuelle: hochzeitsblumen.netQuelle: hochzeitsblumen.net

Aus steuerlicher Sicht bedeutet eine Hochzeit, dass für das gesamte Jahr in welchem die Ehe eingegangen wird, die Steuererklärung gemeinsam eingereicht werden muss. Die Einkommen werden gemeinschaftlich berechnet und steuerlich veranlagt. Die bisherigen Sozialabzüge werden sowohl beim Einkommen, als auch beim Vermögen verdoppelt. Neu hinzu kommt der Sonderabzug bei Erwerbstätigkeit beider Ehegatten. Gehen beide gemeinsam besteuerten Ehegatten einer unselbständigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit nach, können sie einen besonderen Abzug geltend machen.

Witwen- bzw. Witwerrente der AHV und der Pensionskasse

Die Ehefrau erhält eine Rente, wenn sie im Zeitpunkt des Todes ihres Mannes Kinder hat oder mindestens 45 Jahre alt ist und mindestens 5 Jahre verheiratet war. Ein Witwer hat Anspruch auf eine Rente, wenn er im Zeitpunkt der Verwitwung Kinder unter 18 Jahre hat.

Güterrecht

Wird eine Ehe abgeschlossen, so möchte man keinesfalls an deren Ende, sei es durch Scheidung oder Tod, denken. Dennoch ist es wichtig, dass man bezüglich dem Güterrecht eine entsprechende Auseinandersetzung beim Eingehen des Bundes fürs Leben macht. Dies bedeutet, dass man schriftlich festhält, was und wieviel zum Eigengut des Mannes bzw. zu dem der Frau gehört. So wird klar festgehalten, welcher Teil während der Ehe erwirtschaftet wurde und somit der Errungenschaft zuzuschreiben ist. Eine güterrechtliche Auseinandersetzung, sei es bei Scheidung oder beim Erbfall wird somit vereinfacht. Möchte man nicht dem ordentlichen Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung unterstehen, sondern bevorzugt eine Gütergemeinschaft bzw. Gütertrennung, so ist hierfür eine notarielle Urkunde zwingend.

Erbrecht

Sollte der schlimmste Fall eintreffen und es werden erbrechtliche Themen notwendig, so ist es wichtig zu wissen, dass mit der Hochzeit Ehegatten laut ZGB Art. 471 pflichtteilsgeschützte Erben werden. Wenn ein Ehegatte verstirbt, wird die Erbmasse zwischen der/dem Überlebende/n und deren Nachlass hälftig mit allfälligen Nachkommen geteilt. Hinterliess der Verstorbene keine Kinder, steht der/dem Überlebende/n drei Viertel der Erbmasse zu. Möchte man diese gesetzlichen Vorgaben zu Gunsten des Ehepartners ändern, so empfiehlt es sich einen entsprechenden Ehe- und Erbvertrag abzuschliessen.

Wir hoffen, mit dieser Übersicht einen Überblick über die wichtigsten rechtlichen Änderungen im Rahmen einer Hochzeit geben zu können. Haben Sie Fragen zu einzelnen Themen oder möchten Sie mehr Informationen, so stehen wir Ihnen jederzeit gerne für eine detailliertere Beratung zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.