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Das neue Jahr 2021 ist noch ganz frisch und es bieten sich nun mehr als 360 Tage Zeit, Vorsätze anzugehen und Wünsche umzusetzen. Gerne zeigen wir Ihnen mit diesem Beitrag auf, welche gesetzlichen Änderungen per 01.01.2021 in Kraft getreten sind.

Sozialversicherungen – 1. Säule

Die Sozialversicherungsbeiträge der 1. Säule (AHV) wurden an vielen Orten angepasst. Eine Übersicht der neuen Beiträge, Sätze etc. finden Sie untenstehend:

Sozialversicherungen – 2. und 3. Säule

Auf den Jahreswechsel 2021 wurden auch die Werte der 2. und 3. Säule angepasst:



Vaterschaftsurlaub

Seit Januar 2021 haben Väter deren Kinder nach dem 31. Dezember 2020 geboren wurden Anspruch auf einen zweiwöchigen Vaterschaftslaub. Voraussetzung ist, dass sie deren rechtlicher Vater sind oder innerhalb von 6 Monaten werden. Der Urlaub muss innert sechs Monaten nach der Geburt des Kindes bezogen werden und kann dabei flexibel wochen- oder tageweise bezogen werden. Den Arbeitgeber trifft grundsätzlich keine Lohnfortzahlungspflicht. Der Arbeitnehmer wird über den Erwerbsersatz entschädigt. Die Entschädigung entspricht dabei 80% des durchschnittlichen Erwerbseinkommens. Zur Finanzierung des Vaterschaftsurlaubs wurde der EO-Beitragssatz per 01. Januar 2021 von 0,45 auf 0,5 Prozent erhöht (siehe Sozialversicherungen 1. Säule).


Unterstützung von betreuenden Angehörigen

Mit Wirkung ab 01. Januar 2021 wurde ein neues Bundesgesetz über die Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenbetreuung erlassen. Die Umsetzung erfolgt in zwei abgestuften Etappen. Die erste Etappe per 01. Januar 2021 regelt unter anderem die Lohnfortzahlung bei kurzen Arbeitsabwesenheiten. Um kranke oder verunfallte Familienmitglieder oder Lebenspartner betreuen zu können haben Arbeitnehmende neu Anspruch auf einen bezahlten Urlaub von höchstens drei Tagen pro Fall und maximal zehn Tagen pro Jahr.

Per 01. Juli 2021 tritt die zweite Etappe in Kraft welche der bezahlte 14-wöchige Urlaub für die Betreuung von schwer kranken oder verunfallten Kindern in Kraft setzt. Entschädigt wird dieser Urlaub ebenfalls über die Erwerbsersatzordnung (1. Säule).


Modernisierung Handelsregister

Zum neuen Jahr gab es diverse administrative Veränderungen, die wir hier nicht weiter ausführen möchten. Als Folge der Vereinfachungen werden Gebühren um rund einen Drittel gesenkt.


Quellensteuer

Bisher konnte der Arbeitgeber an seinem Sitzkanton die Quellensteuer seiner Arbeitnehmer abrechnen. Seit 01.01.2021 ist dies nicht mehr möglich. Die Erhebung der Steuer ist zwingend am Wohnsitzkanton des Arbeitnehmers.

Strassenverkehrsvorschriften

Zum neuen Jahr sind verschiedene neuen Strassenverkehrsvorschriften in Kraft getreten. Hierzu verweisen wir auf einen entsprechend Beitrag des TCS:

„Welche neuen Verkehrsregeln treten 2021 in Kraft?“


Rückerstattung Radio- und TV-Gebühren

Im Zeitraum von April 2010 bis März 2015 wurde auf den Radio- und Fernsehgebühren Mehrwertsteuer erhoben. Das Bundesgericht entschied, dass dies zu Unrecht erfolgte. In der Folge erhalten alle Privat- und Kollektivhaushalte eine pauschale Entschädigung von CHF 50. Um den Beitrag zu erhalten, muss nichts unternommen werden. Des Weiteren wurden die Gebühren auf CHF 355 reduziert (bisher CHF 365).


Rückzahlung Ergänzungsleistungen

Zum neuen Jahr sind Bestimmungen zu Ergänzungsleistungen in Kraft getreten, wonach Erben nach dem Tod eines Bezügers von Ergänzungsleistungen die Beiträge der letzten 10 Jahre zurückzahlen müssen.

Für die Änderungen im Detail verweisen wir auf den Artikel des Beobachters:

„Das ändert sich bei den EL ab 2021“


Stellenverlust ältere Mitarbeitende – Pensionskasse

Ist ein Arbeitnehmer über 58 Jahre (je nach Reglement auch 55 Jahre) und verliert seine Arbeitsstelle, kann er neu bei der bisherigen Pensionskasse unterstellt bleiben. So kann man den Anspruch auf Rentenbezug zu den gleichen Bedingungen wie die anderen Versicherten beibehalten.


Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches und gesundes 2021 und stehen bei ergänzenden Fragen jederzeit gerne zur Verfügung.

Immobilien Beratung & Treuhanddienstleistungen in Zürich - Zanuco Treuhand

Veröffentlicht am 03.01.2017
Das neue Jahr 2017 ist noch ganz frisch und es bieten sich nun mehr als 360 Tage Zeit, Vorsätze anzugehen und Wünsche umzusetzen. Gerne zeigen wir Ihnen mit diesem Beitrag auf, welche gesetzlichen Änderungen per 1.1.2017 in Kraft getreten sind und worauf Sie achten sollten.

Sozialversicherungen

Die Sozialversicherungsbeiträge bleiben unverändert bei folgenden Werten bestehen:

Die Grenze beim maximal versicherten Verdienst bleibt ebenfalls unverändert auf CHF 148’200 Bruttojahreslohnsumme bestehen. Dies bedeutet, dass auf Lohnsummen bis CHF 148’200 jeweils Beiträge in der Höhe von 2.2% (AG und AN) zu leisten sind und für Lohnsummenanteile ab CHF 148’201 zusätzlich 1% (AG und AN).

Für Selbständigerwerbende  wurden ebenfalls keine Änderungen vorgenommen, sodass der Beitragssatz an die AHV/IV/EO bei 9.65% festgesetzt bleibt. Für Jahreseinkommen unter CHF 9’400 wird der Mindestbeitrag von CHF 478 erhoben. Daraus ergibt sich folgende Abrechnungsübersicht:

Unfallversicherung

Seit dem neuen Jahr werden Arbeitnehmende welche kurz vor Antritt einer Arbeitsstelle verunfallen, besser geschützt. Mit dem revidierten Unfallversicherungsgesetz sind neu auch Personen versichert, die einen gültigen Arbeitsvertrag besitzen, aber die Stelle noch nicht angetreten haben.


CHF 20-Banknote

Nach der neuen 50-Franken-Note gelangt in diesem Jahr auch die neue 20er-Note in Umlauf. Gemäss der Schweizerischen Nationalbank wird die neue Note erstmals am 17. Mai 2017 ausgegeben.


analoge Telefonie

Sei es in Ihrem Zuhause, im Büro oder im Lift Ihrer Liegenschaft – ab Ende des Jahres 2017 wird die analoge Telefonleitung von Swisscom abgestellt. Bis dahin muss zwingend auf die digitale Technologie umgestellt werden.

Steuern

Mit der Annahme der FABI-Initiative vom 9. Februar 2014 wurde nicht nur über die erweiterte Finanzierung des Öffentlichen Verkehrs abgestimmt, sondern auch eine Begrenzung des Fahrkostenabzugs festgelegt. Dieser beträgt für das Steuerjahr 2017 CHF 3’000 pro Jahr auf Bundesebene. Beim Abzug für Autofahrkosten entspricht dies einer Begrenzung auf rund 20 km Arbeitsweg bzw. rund 10 km einfache Wegstrecke. Diese Begrenzung ist vorderhand bei der direkten Bundessteuer festgelegt. Auf kantonaler Ebene ist jeder Kanton frei, eine solche Grenze einzuführen und auch über deren Höhe zu bestimmen.

Bei den Aus- und Weiterbildungskosten wurde bisher nur ein Abzug gewährt, wenn diese Kosten mit dem angestammten Beruf in Zusammenhang standen. Neu werden auch Kosten zugelassen, wenn sie nicht direkt mit dem angestammten Beruf referieren, sofern der absolvierte Bildungslehrgang für die berufliche Tätigkeit nützlich ist oder dazu befähigt, einen bestimmten Beruf auszuüben und die Kosten den jährlichen Betrag von CHF 12’000 nicht übersteigen. Dies bedeutet z.B. dass ein Bäcker die Kosten für seine Weiterbildung als Lebensmitteltechnologe neu in Abzug bringen kann.

Die Schweiz und die EU sowie weitere Staaten haben Abkommen zur Einführung des automatischen Datenaustausches in Steuersache unterzeichnet mit dem Ziel die Steuerhinterziehung international zu gekämpfen. Die gesetzlichen Grundlagen für die Umsetzung sind am 1. Januar 2017 in Kraft getreten, so dass nun sämtliche Daten gesammelt werden und ab dem nächsten Jahr 2018 ein erster Datenaustausch erfolgen wird.

Wir empfehlen Ihnen daher, nicht deklariertes, ausländisches Einkommen und Vermögenswerte z.B. Bankkonten, Liegenschaften etc. baldmöglichst korrekt anzumelden. Unter gewissen Voraussetzungen kann dies zurzeit noch straflos mittels einer Selbstanzeige erfolgen.


Fazit

Auf das neue Jahr 2017 wurden moderate, aber dennoch wichtige Anpassungen seitens des Gesetzgebers vorgenommen. Einige sind gut verständlich, andere bedürfen zur Umsetzung konkreteres Fachwissen.

Gerne stehen wir Ihnen zur Seite und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.