Beiträge

Eingabefrist für Prämienverbilligung im Kanton Schwyz: 30. September 2019

Die Krankenkassen erheben ihre Prämien ohne Rücksicht auf das Einkommen und das Vermögen. Dies kann zu einer grossen finanziellen Belastung der Versicherten führen. Hier können die kantonalen Prämienverbilligungen helfen.

Gemäss Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) müssen die Prämienverbilligungen immer direkt an die Krankenkasse ausbezahlt werden. Die Krankenkassen bringen dann die Prämienverbilligung direkt bei der Prämienrechnung in Abzug.

Der Versand der Antragsformulare für die Prämienverbilligung 2020 an die voraussichtlich bezugsberechtigten Personen im Kanton Schwyz ist erfolgt. Haben Sie kein Antragsformular erhalten, so steht dieses untenstehend online zur Verfügung. Kantonal gibt es beim Versand und der Eingabefrist Unterschiede.

Bitte beachten Sie die im Kanton Schwyz zwingende Eingabefrist am 30. September 2019. Werden Anträge nach diesem Datum eingereicht, werden diese von der zuständigen Ausgleichskasse nicht mehr bearbeitet.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Einreichung, so stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Hier können Sie Ihren provisorischen Anspruch rechnen: Online-Berechnung

Weitere Informationen zur Prämienverbilligug erhalten Sie bei der Ausgleichskasse Schwyz

 

Alljährlich erstellen Arbeitgeber für ihre Mitarbeitenden Lohnausweise. Wir zeigen auf, wie man diese korrekt ausfüllt und wo falsche Angaben zu Problemen führen können.

Ein Lohnausweis mag simpel und einfach erscheinen. Dennoch ist das Dokument eine Urkunde. Falsche Angaben (seien sie auch unwissentlich erfolgt) können bei Vorsätzlichkeit wegen Urkundenfälschung bestraft werden. Es drohen Nach- und Strafsteuerverfahren. Wird man sich dessen bewusst, füllt man Lohnausweise mit einer anderen Herangehensweise aus und prüft die Angaben hoffentlich genau.

Grundlagen

Zum Ausfüllen des Lohnausweises gibt es viele verschiedene Hilfsmittel und Möglichkeiten. Immer begleiten sollte einem die „Wegleitung zum Ausfüllen des Lohnausweises bzw. der Rentenbescheinigung“ der Schweizerischen Steuerkonferenz (SSK).

Was beinhaltet „Lohn“

Grundsätzlich gilt Bruttolohn abzüglich Abzüge für Sozialversicherungen entspricht dem Nettolohn. Zum Basis- oder erweiterten Bruttolohn gehören jedoch auch Sitzungsgelder, Boni, Provisionen etc. Sind Trinkgelder ein bedeutender Bestandteil vom Lohn (z.B. im Gastgewerbe) müssen diese auch im Lohnausweis aufgeführt werden. Ist das Trinkgeld nebensächlich muss dies der Steuerpflichtige in seiner Steuererklärung selber deklarieren.

Taggelder, Leistungen der Arbeitslosenkasse und Erwerbsersatzentschädigungen (Mutterschaft, Militär)

Für Leistungen aus Krankentaggeld- und/oder Invalidenversicherungen sowie Leistungen der Arbeitslosenkasse wie auch aus der Erwerbsersatzordnung ist die Ziffer 7 vorgesehen. Erhält man die Leistungen direkt von einem dieser Versicherungen wird eine anderweitige Bestätigung ausgestellt.

Quellensteuern, Spesenvergütungen, Beiträge an die Weiterbildung

Ist ein Arbeitnehmer an der Quelle besteuert, so wird der monatlich in Abzug gebrachte Anteil auf dem jährlichen Lohnausweis in der Ziffer 12 kumuliert ausgewiesen. Überschreitet der Arbeitnehmer den Bruttolohn von CHF 120’000 so wird er nachträglich ordentlich veranlagt und muss eine Steuererklärung einreichen. Der bereits bezahlte Steueranteil mittels Quellensteuerabzug wird entsprechend angerechnet. Für Spesenvergütungen und Beiträgen an die Weiterbildung ist eine separate Ziffer 13 im Lohnausweis vorhanden.

Beteiligungsrechte

Grundsätzlich sind im Lohnausweis auch Beteiligungsrechte aufzuführen. Kann ein Arbeitnehmer frei über diese verfügen, so sind diese Aktien oder Obligationen in Ziffer 5 zu deklarieren. Sind die Beteiligungsrechte jedoch gesperrt sind entsprechende Ausführungen unter Ziffer 15 vorzunehmen.

Unentgeltliche Beförderung / Geschäftsfahrzeug / Aussendienst

Spätestens seit der Einführung des FABI-Gesetzes sind verschiedenen Fallstricke im Bezug auf Geschäftsfahrzeuge bekannt. Für den Lohnausweis hat eine unentgeltliche Beförderung das Kreuz unter dem Buchstaben F zur Folge. Zudem wird die Gehaltsnebenleistung unter Ziffer 2.2 aufgeführt. Ist das Kreuz vorhanden, darf in der Steuererklärung kein Abzug für den Weg zur Arbeit vorgenommen werden. Des weiteren ist eine Aufrechnung des Geschäftsfahrzeuges vorzunehmen. Aussendienst-Mitarbeitenden muss in Ziffer 15 der Anteil an auswärtiger Tätigkeit aufgeschlüsselt werden.

Kantinenverpflegung / Lunch-Checks

Bietet ein Unternehmen seinen Mitarbeitern eine vergünstigte Kantinenverpflegung oder Lunch-Checks an, so ist auf dem Lohnausweis das Feld G anzukreuzen. Auch dies hat Auswirkungen auf die möglichen Abzüge der Berufsauslagen in der privaten Steuererklärung.

„Geschenke“

Erhält der Mitarbeiter z.B. zu einem Dienstjubiläum ein Geschenk in Form von Bargeld, so ist dies unter Ziffer 2.3 zu deklarieren und gilt als Lohn. Naturalgeschenke hingegen sind bis zu einem Betrag von CHF 500 pro Ereignis steuerfrei.

Effektive und Pauschal-Spesen

Das sehr umfassende und oft verwirrende Thema der Spesen kann mittels einem Spesenreglement gut gelöst werden. Hierzu ist das Spesenreglement von den kantonalen Steuerbehörden genehmigen zu lassen und es herrscht Klarheit über deren Zulässigkeit.

Links und Dokumente

Haben Sie ergänzende Fragen oder Unsicherheiten bezüglich dem Lohnausweis, so stehen wir Ihnen mit unserem Wissen und unserer Erfahrung jederzeit gerne zur Seite. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Das neue Jahr 2019 ist noch ganz frisch und es bieten sich nun mehr als 360 Tage Zeit, Vorsätze anzugehen und Wünsche umzusetzen. Gerne zeigen wir Ihnen mit diesem Beitrag auf, welche gesetzlichen Änderungen per 01.01.2019 in Kraft getreten sind.


Sozialversicherungen – 1. Säule

Die Sozialversicherungsbeiträge der 1. Säule bleiben mit Ausnahme des Nichterwerbstätigen-Beitrags unverändert bei folgenden Werten:

Die AHV und IV-Renten der 1. Säule sind auf folgende Werte erhöht worden:


Sozialversicherungen – 2. Säule

Die Sozialversicherungsbeiträge der 2. Säule sind auf folgende Werte angepasst worden:


Sozialversicherungen – 3. Säule

Die Sozialversicherungsbeiträge der 3. Säule wurden auf folgende Werte angepasst:

Die Übersicht zu sämtlichen Sozialversicherungen 2019 finden Sie hier.


Lottogewinne

Der Gewinn bei Lotterien und Sportwetten ist neu bis zu einem Gewinn von 1 Million Schweizer Franken steuerfrei.


Ungerechtfertigte Betreibungen

Grundsätzlich kann in der Schweiz jeder jeden betreiben. Das Betreibungsamt überprüft die zuzustellenden Zahlungsbefehle weder rechtlich noch inhaltlich. Dem Schuldner steht es frei, gemäss SchKG Art. 74 ff. innerhalb der gesetzlichen Frist von 10 Tagen Rechtsvorschlag zu erheben. Wird Rechtsvorschlag erhoben, so überprüft ein Richter den Betreibungsinhalt. Bis zu einem Urteil kann viel Zeit vergehen.

Zwischenzeitlich ist diese Betreibung im Betreibungsregister des Schuldners ersichtlich. Der „Schuldner“ wird dadurch in rechtlichen Vorgängen wie z.B. Leasinganträge, Wohnungswechsel etc. massgeblich eingeschränkt. Seit diesem Jahr kann nun innerhalb von 3 Monaten ein entsprechendes Gesuch eingereicht werden. Das Betreibungsamt erteilt dann zu ungerechtfertigten Betreibungen keine Auskünfte mehr.


Autofahren

Die Alterslimite für ärztliche Prüfungen zur Sicherstellung der Fahrtüchtigkeit wurde von bisher 70 auf neu 75 Jahre erhöht.


Legalisierung Online-Poker und -Roulette

Das Geldspielgesetz wurde angepasst, sodass Online-Geldspiele auch ausserhalb der Spielbanken legal genutzt werden können. Voraussetzung ist, dass die Anbieter über eine entsprechende Bewilligung verfügen. Nicht bewilligte Online-Spiele werden gesperrt.


Mehrwertsteuer für grosse Versandhäuser

Sobald ein ausländischer Versandhändler wie z.B. Zalando in der Schweiz die Umsatzgrenze von CHF 100’000 erreicht, gilt die Schweiz als Ort der Lieferung. Dadurch ist auf alle Lieferungen Mehrwertsteuer zu entrichten. Mit dieser Anpassung möchte man den Wettbewerbsnachteil für Schweizer Unternehmen beseitigen.


Todesbestätigung fehlgeborener Kinder

Bisher wurden Fehlgeburten im Zivilstandsregister nicht nachgeführt. Totgeborene hingegen werden ab einem Gewicht von mindestens 500g oder nach der vollendeten 22. Schwangerschaftswoche im Register verzeichnet. Neu können sich Eltern von fehlgeborenen Kindern auf Wunsch beim Zivilstandsamt ihrer Wohngemeinde melden und erhalten eine entsprechende Todesbestätigung. So wird das fehlgeborene Kind im Register der Eltern erfasst.


Fazit

Auf das neue Jahr 2019 wurden moderate, aber dennoch wichtige Anpassungen seitens des Gesetzgebers vorgenommen. Einige sind gut verständlich, andere benötigen zur Umsetzung umfangreiches Fachwissen. Gerne stehen wir Ihnen zur Seite und wünschen ein erfolgreiches neues Jahr.

Das Jahr 2018 neigt sich langsam dem Ende entgegen und es ist höchste Zeit, Optimierungen aus steuerlicher Sicht zu prüfen.

Unglaublich aber wahr, in weniger als 25 Tagen ist das Jahr 2018 Geschichte. Damit Einzahlungen und Auslagen noch möglichst steueroptimal getätigt werden können, ist insbesondere die Einhaltung der Bank-Zahlungsfristen Ende Jahr besonders wichtig. Frühzeitig wird Sie Ihr Bankinstitut über die individuellen Fristen zum Jahresende informieren und diese sind zwingend einzuhalten.

Möchten Sie Vorsorgezahlungen z.B. an eine 3. Säule leisten, so werden diese Zahlungen nur bis zu den von der Bank festgehaltenen Fristen übermittelt und können so je nachdem in der Steuererklärung berücksichtigt werden oder aber auch nicht.

Wenn Sie eine Liegenschaft besitzen, können Sie in Ihrer Steuererklärung jeweils einen Pauschalabzug oder die effektiven Kosten geltend machen. Eine Evaluation dieses Pauschalabzugs in Relation mit den effektiven Kosten ist am Ende bares Geld wert. Möchten Sie an Ihrer Liegenschaft seit längerer Zeit Sanierungen vornehmen oder sonstige Unterhaltsarbeiten ausführen lassen, so bieten sich die Jahresendmonate kalkulatorisch gut an. Damit die ausgeführten Arbeiten jedoch auch steueroptimal in Abzug gebracht werden können, ist es zwingend notwendig, dass der Geldfluss an die ausführenden Firmen noch im aktuellen Jahr erfolgt. Steht z.B. eine grössere Reparatur an, so lohnt sich allenfalls die Zahlung von Akontobeträgen verteilt auf das aktuelle und das neue Jahr.

Schulden ist ein heikles Thema und ein gesellschaftliches Tabu. Aus steuerlicher Sicht kann es jedoch sinnvoll sein, sich bis zu einem gewissen Grad z.B. mit einer Hypothek für eine Liegenschaft zu verschulden oder aber auch Rechnungen z.B. der Kreditkarte erst im neuen Jahr zu begleichen.

Die oben aufgeführten Steueroptimierungen sind nicht abschliessend und das Paket an weiteren möglichen Einsparungen ist gross.

Gerne beraten wir Sie persönlich um Sie so ganz individuell beim Steuern sparen zu unterstützen.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Steuerberater, Immobilien & Treuhanddienstleistungen in Zug - Zanuco Treuhand

Veröffentlicht am 03.01.2018
Das neue Jahr 2018 ist noch ganz frisch und es bieten sich nun mehr als 360 Tage Zeit, Vorsätze anzugehen und Wünsche umzusetzen. Gerne zeigen wir Ihnen mit diesem Beitrag auf, welche gesetzlichen Änderungen per 1.1.2018 in Kraft getreten sind und worauf Sie achten sollten.

Sozialversicherungen

Die Sozialversicherungsbeiträge bleiben unverändert bei folgenden Werten bestehen:

Die Grenze beim maximal versicherten Verdienst bleibt ebenfalls unverändert auf CHF 148’200 Bruttojahreslohnsumme bestehen. Dies bedeutet, dass auf Lohnsummen bis CHF 148’200 jeweils Beiträge in der Höhe von 2.2% (AG und AN) zu leisten sind und für Lohnsummenanteile ab CHF 148’201 zusätzlich 1% (AG und AN).

Für Selbständigerwerbende  wurden ebenfalls keine Änderungen vorgenommen, sodass der Beitragssatz an die AHV/IV/EO bei 9.65% festgesetzt bleibt. Für Jahreseinkommen unter CHF 9’400 wird der Mindestbeitrag von CHF 478 erhoben. Daraus ergibt sich folgende Abrechnungsübersicht:

Veränderung Mehrwertsteuer

Folgende MwSt-Sätze sind ab 01. Januar 2018 gültig:

  • 7.7% Normalsatz
  • 2.5% reduzierter Steuersatz (z.B. für Bücher)
  • 3.7% Sondersatz für Beherbergungsdienstleistungen

Die Saldosteuersätze wurden ebenfalls angepasst, die neuen Sätze pro Branche finden Sie hier.

Zudem ist neu der weltweite Umsatz für die Begründung der Steuerpflicht massgebend. Alle Unternehmen, die entweder in der Schweiz ansässig sind oder Leistungen in der Schweiz erbringen und im In- und Ausland pro Jahr mindestens 100‘000 Franken Umsatz aus nicht von der Steuer ausgenommenen Leistungen erzielen, werden ab dem 1. Januar 2018 obligatorisch mehrwertsteuerpflichtig.


CHF 200-Banknote

Nach der neuen 50-, 20- und 10-Franken-Note gelangt in diesem Jahr auch die neue 200er-Note in Umlauf. Gemäss der Schweizerischen Nationalbank wird die neue Note erstmals im Herbst 2018 ausgegeben.


Adoption von Stiefkindern

Paare in eingetragener Partnerschaft sowie im Konkubinat lebende Personen können neu die Kinder des/der Partner/in adoptieren (bisher nur für verheiratete Personen möglich). Die adoptionswillige Person muss ein Mindestalter von 28 (bisher 35) aufweisen sowie die Mindestdauer der Beziehung der Erziehungsberechtigten beträgt neu 3 Jahre (bisher 5 Jahre).

Das Adoptionsgeheimnis wird insoweit entschärft, sodass die leiblichen Eltern die Personalien ihres Kindes erfahren dürfen sofern das volljährige Kind zustimmt oder bei Minderjährigen die Adoptiveltern zustimmen. Zudem können Adoptivkinder neu nicht nur Informationen zu ihren leiblichen Eltern sondern auch zu ihren Geschwistern erfahren, sofern diese der Bekanntgabe zustimmen.


Steuern

Verfolgt ein Verein oder eine juristische Person einen ideellen Zweck (z.B. Sportclub) so sind diese neu von der direkten Bundessteuer befreit, wenn ihr jährlicher Gewinn weniger als CHF 20’000 beträgt. Die Freigrenze bei den kantonalen Steuern ist in jedem Kanton individuell geregelt.


Fazit

Auf das neue Jahr 2018 wurden moderate, aber dennoch wichtige Anpassungen seitens des Gesetzgebers vorgenommen. Einige sind gut verständlich, andere bedürfen zur Umsetzung konkreteres Fachwissen.

Gerne stehen wir Ihnen zur Seite und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.